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Interviews 2009

"Der Klimagipfel braucht eine andere Tagesordnung"

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Hermann Scheer im Interview mit dem Manager Magazin, 8. Dezember 2009

Der Emissionshandel ist bürokratisch und wirtschaftsfeindlich, erklärt Solarvordenker Hermann Scheer. Dennoch wird auf UN-Klimagipfeln hauptsächlich darüber gesprochen, auch jetzt in Kopenhagen. Im Interview mit manager-magazin.de sagt Scheer, welche Maßnahmen vielversprechender wären. 

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Zeit für Abbitte bei Ypsilanti

faz.gifIm Gespräch: Hermann Scheer (SPD)
"Zeit für Abbitte bei Ypsilanti"
06. September 2009

Unter einer Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti (SPD) hätte er Wirtschafts- und Umweltminister werden sollen. Im Interview äußerst sich der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer über Versprechen und Wahlergebnisse, alten Streit und neue Wahrheiten.

Vor einem Jahr strebte die hessische SPD mit Andrea Ypsilanti und Ihnen an der Spitze eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Unterstützung der Linkspartei an und bekam dabei heftigen Gegenwind aus der SPD-Zentrale in Berlin. Jetzt haben Parteichef Franz Müntefering und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nichts mehr gegen rot-rote oder rot-rot-grüne Bündnisse. Ist das aus Ihrer Sicht nachvollziehbar?

Nicht nachvollziehbar war die Position des letzten Jahres. Was jetzt dazu gesagt wird, ist nachvollziehbar und in sich schlüssig. Es ist nun an der Zeit, dass einige Abbitte bei Andrea Ypsilanti leisten.

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"Qualität setzt sich durch"

frankfurter_rundschau_logo.jpgHermann Scheer kämpft schon lange für den Einsatz erneuerbarer Energie. Im FR-Interview nimmt der SPD-Politiker Stellung zur Krise in der Solarbranche und fordert ein Konjunkturprogramm für die Solarwirtschaft. Das Interview führte Oliver Ristau, 18.08.2009.

Die Förderung der Solarstromerzeugung in Deutschland ist auch mit dem Aufbau einer starken heimischen Industrie begründet worden. Muss die deutsche Solarbranche nun vor Billiganbietern aus Asien in die Knie gehen?

Die deutsche Industrie ist weltweit führend, weil sie mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zielgerichtet aufgebaut wurde. Sie steht vor allem in technologischen Fragen an erster Stelle. Das gilt sowohl für den solaren Maschinenbau als auch bei der anspruchsvollen Solarwafer- und der Solarzellenherstellung. In China findet vor allem die Modulproduktion statt, das ist der einfachste Produktionsschritt.

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Nachfossile Ära eingeläutet

tam-logo.gifEin halbes Jahr nach der Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) in Bonn hat das Golfemirat Abu Dhabi den Zuschlag für den Hauptsitz bekommen. Der lange Weg zu der Organisation, die als Gegengewicht zur atom- und öllastigen IAEA und der IEA geschaffen wurde, begann im Jahr 1990 mit einem Memorandum von Dr. Hermann Scheer. Ein Gespräch mit dem Gründervater der neuen Agentur, erschienen in TAM – Energie und Umwelt im Internet, 16. Juli 2009.

Sie haben jahrzehntelang für die Gründung der IRENA gekämpft, um u.a. die Abkehr vom Ölzeitalter einzuleiten. Nun zieht die IRENA ins Ölland Abu Dhabi, das sich mit seinem Engagement für die Zeit nach dem Öl vorbereiten will. Sehen Sie das als Ironie des Schicksals?

In internationalen Organisationen ist es nun einmal so, dass Mehrheiten entscheiden, und jedes Land hat nach den Regeln der Vereinten Nationen eine Stimme. Bei der ersten Versammlung der 136 IRENA-Mitgliedsstaaten in Sharm El Sheik zeichnete sich eine deutliche Mehrheit für den Standort Abu Dhabi hat, obwohl Bonn eine hervorragende Bewerbung eingereicht hatte. Ich war natürlich für Bonn als Sitz.

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Wüstenstrom: Die Kalkulation von Desertec ist absurd!

manager_magazin_logo.jpgHermann Scheer im Interview mit dem Manager Magazin, 13. Juli 2009

Solarvordenker Hermann Scheer lässt kein gutes Haar an dem Milliardenprojekt Desertec, auf das sich deutsche Konzerne verständigt haben: Der ganze Plan sei weltfremd, sagt er im Interview mit manager-magazin.de. Eon, RWE und Co. wollten damit nur ihre Monopole sichern - und den nötigen Strukturwandel stoppen.

mm.de: Herr Scheer, was halten Sie von der Desertec-Initiative, bei der deutsche Großkonzerne wie Eon Chart zeigen, RWE Chart zeigen, Siemens Chart zeigen, die Münchener Rück Chart zeigen oder die Deutsche Bank Chart zeigen Solarstrom in den Wüsten Afrikas produzieren und nach Europa leiten wollen?

Scheer: Die Unternehmen laufen einer Fata Morgana hinterher. Solch einen Plan können sich nur Theoretiker einfallen lassen, die von den praktischen Hindernissen eines solchen Projektes wenig Ahnung haben.

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„Die größten Hindernisse gegen IRENA waren mentale“

irena_bonn_1.jpgInterview von Franz Alt mit Dr. Hermann Scheer über den langen Weg zu IRENA, Juli 2009


Was war Ihre Motivation, die Gründung einer internationalen Agentur für erneuerbare Energien voranzutreiben?

Es war der heute kaum noch nachvollziehbare Widerspruch zwischen dem gigantischen Potenzial der erneuerbaren Energien auf der einen und ihre komplette Unterschätzung auf der globalen, regionalen und nationalen Ebene auf der anderen Seite. Erneuerbare Energien wurden unterschätzt – und dies trotz ihrer grundlegenden Vorteile: ihrer Unerschöpflichkeit und ihrer Emissionsfreiheit. Diese Unterschätzung fand in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und deshalb auch in der Politik. Dieser Widerspruch was unübersehbar. Angesichts der Umweltgefahren durch atomare und fossile Energieversorgung und der zunehmenden Abhängigkeit von immer mehr Ländern von begrenzten Reserven von Öl, Gas, Kohle und Uran habe ich diesen Widerspruch als lebensgefährlich erkannt – sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht.

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"Eine große Chance arrogant verworfen"

badisches tagblatt.gifInterview erschien in Badisches Tagblatt, 25. März 2009

Baden Baden - Er ist ein Vertreter des linken SPD-Flügels und ein profilierter Kritiker der NATO: Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter aus Waiblingen. Im Vorfeld des NATO-Gipfels in Straßburg und Baden-Baden sprach Scheer mit BT-Redakteur Thomas Trittmann über vergangene Fehler und zukünftige Aufgaben des Bündnisses.

Sie finden das gesamte Interview hier

www.bt-news.de