Drucken
WCRE-Pressemitteilung, 29. Mai 2004

Der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE), Dr. Hermann Scheer, fordert ein Ende bloßer und folgenloser Lippenbekenntnisse für die globale Energiewende. Unter dem Leitmotiv “Zivilisation am Wendepunkt" wurde heute Mittag das dreitägige Weltforum für Erneuerbare Energien in der Bundeskunsthalle in Bonn eröffnet. Veranstalter des Weltforums sind der Weltrat für Erneuerbare Energien und EUROSOLAR.

Auf dem Weltforum, das der Internationalen Regierungskonferenz "Renewables 2004" (01.- 04.06.) und dem Internationalen Parlamentarierforum (02.06.) über Erneuerbare Energien vorgeschaltet ist, sind 200 Nicht-Regierungs-Organisationen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien aus allen Kontinenten mit über 500 Teilnehmern vertreten.

Der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien, der deutsche Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer, forderte in seiner Eröffnungsrede ein Ende der “folgenlosen Lippenbekenntnisse³ über Erneuerbare Energien. “Das internationale Institutionen-System wie auch die meisten Regierungen haben bisher die Erneuerbaren Energien sträflich vernachlässigt und privilegieren nach wie vor atomare und fossile Energienutzung trotz deren verheerender globaler Folgen.³ Auch das Kyoto-Protokoll zum weltweiten Klimaschutz sei bei weitem nicht ausreichend, um der globalen Klimakatastrophe entgegen zu wirken. Ein grundlegender “Paradigmen-Wechsel³ in der Energiepolitik aller Länder zugunsten der massiven Förderung Erneuerbarer Energien sei “die größte Herausforderung der Zivilisationsgeschichte". Ein besonderer Schwerpunkt müsse dabei vor allem in der Mobilisierung von Biokraftstoffen gesetzt werden, um die fatale Abhängigkeit vom Erdöl rasch zu überwinden, die sowohl den Weltfrieden wie auch die Stabilität der Weltwirtschaft bedroht.

Eine weitere Rede zur Eröffnung des Weltforums hält Bundesumweltminister Trittin.